Equal pay 4.0

Gerechte Bezahlung in der digitalen Arbeitswelt

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Equal pay 4.0 – Gerechte Bezahlung in der digitalen Arbeitswelt

Wie beeinflusst die Digitalisierung in allen Bereichen der Arbeitswelt die Strukturen für eine gerechte Bezahlung zwischen Frauen und Männern? Dieser Frage geht die EPD Kampagne 2022 nach, um aufzuzeigen, wo die Stellschrauben für eine gerechte Bezahlung in der digitalen Zukunft liegen.

#equalpay #epd22 #equal4punkt0

Alle Informationen zum aktuellen Equal Pay Day werden Sie hier bald finden.

epd motiv person mit fahne

EPD-Aktionslandkarte

Was passiert am Equal Pay Day 2022?

Unsere Aktionslandkarte gibt einen Überblick und hilft so bei der Vernetzung der Aktionen zu mehr Lohngerechtigkeit in Deutschland. Stöbern Sie in unseren Aktionstipps und starten Sie Ihre eigene Aktion oder machen Sie bei anderen mit!
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08.10.2022 Kick-Off-Veranstaltung zur EPD Kampagne 2022 Equal pay 4.0 - gerechte Bezahlung in der digitalen Arbeitswelt

Digitale Kick-Off-Veranstaltung am 8. Oktober 11:00-12:00 Uhr

Uta Zech, Präsidentin des BPW Germany, sowie Expertinnen und Experten aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft diskutieren über diskriminierungsfreie Algorithmen, Neubewertung von Arbeit durch Digitalisierung sowie Chancen und Herausforderungen, die die Digitalisierung für equal pay mit sich bringt. Über diesen Youtube-Link können Sie teilnehmen!

 

#equalpay #epd22 #equal4punkt0

02.11.2020 Video der Kick-Off-Veranstaltung 2021: Game Changer – Mach dich stark für equal pay!

Video der Auftaktveranstaltung zur Kampagne 2021: „Game Changer – Mach dich stark für equal pay!“ mit Staatssekretärin Juliane Seifert (BMFSFJ), Uta Zech (BPW Germany e.V.), Titus Selge und Dr. Katharina Wrohlich (DIW). Moderation: Vincent-Immanuel Herr.

 

#epd2021 #gamechanger #equalpay

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Kurz gefragt

Als Gender Pay Gap oder geschlechtsspezifische Lohnlücke wird die prozentuale Differenz zwischen dem durchschnittlichen Bruttostundenlohn der Männer und dem durchschnittlichen Bruttostundenlohn der Frauen im Verhältnis zum durchschnittlichen Bruttostundenlohn der Männer bezeichnet. Das Statistische Bundesamt hat für das Jahr 2020 einen um 18 Prozent geringeren Bruttostundenlohn für Frauen im Vergleich zu Männern errechnet. Dabei gehen in die Berechnung vollzeit-, teilzeit- und geringfügig beschäftigte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus allen Branchen und Berufen ein.

Es gibt strukturelle, arbeitsmarktrelevante Merkmale, die zu verschieden hohen Verdiensten führen. Zu diesen Merkmalen zählen Berufserfahrung und Bildung, Beschäftigungsumfang (Arbeitszeiten im Sinne von Voll- und Teilzeitbeschäftigung), Beruf und Branche sowie Führungs- und Qualifikationsanspruch. Für den sogenannten „bereinigten“ Gender Pay Gap werden diese Merkmale herausgerechnet. Danach bleiben nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes noch sechs Prozent Verdienstunterschied bestehen – zwischen Männern und Frauen mit vergleichbaren Qualifikationen, Tätigkeiten und Erwerbsbiographien. Ursachen wie Erwerbsunterbrechungen können aufgrund der Datenlage vom Statistischen Bundesamt in deren Berechnung nicht berücksichtigt werden.

Den Gender Pay Gap (GPG) von 18 Prozent berechnet das Statistische Bundesamt. Es werden nicht einzelne Branchen oder Positionen, sondern der Durchschnittsverdienst aller Arbeitnehmenden verglichen. Der sogenannte unbereinigte GPG kann als Kernindikator fortbestehender gesellschaftlicher Ungleichbehandlungen von Frauen und Männern im Erwerbsleben dienen. In dieser einen Messgröße verdichten sich (fast) alle Facetten der Probleme, mit denen Frauen im Erwerbsleben konfrontiert sind.
So wird auch der Teil des GPG erfasst, der z.B. durch schlechtere Zugangschancen von Frauen zu bestimmten Berufen oder Karrierestufen entsteht, was möglicherweise ebenfalls das Ergebnis benachteiligender Strukturen ist. Werden beim bereinigten GPG die strukturellen Ursachen herausgerechnet, wird über den Problemzusammenhang nicht mehr in seiner Gesamtheit diskutiert.

Unterschiedliche Studien verwenden unterschiedliche Datensätze, Methoden zur Berechnung und/ oder betrachten nur Gruppen von Beschäftigten, beispielsweise Führungskräfte oder Vollzeitbeschäftigte. Deswegen müssen Studien und ihre Ergebnisse sorgfältig gelesen werden, bevor die Ergebnisse verallgemeinert werden

Der Gender Pay Gap ist auf vielfältige und sich gegenseitig bedingende Ursachen zurückzuführen. Frauen und Männer unterscheiden sich in ihren Erwerbsbiografien und der Wahl von Berufsfeldern. Dies führt häufig zu unterschiedlichen Karriereverläufen und Verdienstunterschieden. Folgende Ursachenkomplexe sind durch viele Studienergebnisse belegt:
1. Frauen fehlen in bestimmten Berufen, Branchen und auf den höheren Stufen der Karriereleiter.
2. Frauen unterbrechen oder reduzieren ihre Erwerbstätigkeit familienbedingt häufiger und länger als Männer.
3. Frauentypische Berufe sind weiterhin unterbewertet und unterbezahlt.
4. Durch fehlende Gehaltstransparenz ist ungleiche Bezahlung aufgrund des Geschlechts nicht sichtbar.
Schlechtere Einkommensaussichten von Frauen führen zu niedriger Erwerbsbeteiligung, längere Erwerbsunterbrechungen führen zu mehr Entgeltungleichheit – ein Teufelskreis.

Ja, und dieser Unterschied ist bereits über viele Jahre hinweg stabil. Der Gender Pay Gap betrug für 2020 in den neuen Bundesländern 6 Prozent, in Westdeutschland inkl. Berlin 20 Prozent. In den einzelnen Bundesländern schwankt der Verdienstunterschied.
Das liegt u.a. auch an dem sehr stark variierenden Einkommensniveau in alten und neuen Bundesländern – denn Arbeit wird nicht überall gleich entlohnt. In den neuen Bundesländern, die eine traditionell hohe Frauenerwerbstätigkeit und ein allgemein niedriges Lohneinkommen haben, ist der Verdienst der Frauen sogar höher als der der Männer. Gründe dafür können u. a. darin liegen, dass Ostdeutschland zum einen keine wirtschaftlich starken Industrieregionen und somit männerdominierte Branchen hat, wo hohe Gehälter gezahlt werden. Andererseits sind der Dienstleistungssektor und andere Branchen, in denen traditionell Frauen beschäftigt sind, stark vertreten.
Hier finden Sie die Werte des Statistischen Bundesamtes von 2018.

Innerhalb der EU wurde der Gender Pay Gap letztmalig für das Jahr 2018 veröffentlicht. Deutschland steht mit 20 Prozent am unteren Ende der Skala. Die Auflistung nach EU-Ländern kann hier abgerufen werden. 
Aktuelle Daten sind unter Eurostat verfügbar.

Dafür gibt es verschiedene Erklärungen:
– Das Lohnniveau in Europa ist sehr unterschiedlich und in manchen Ländern deutlich niedriger als in Deutschland. Es kann vorkommen, dass der Gehaltsunterschied zwischen Frauen und Männern geringer ausfällt, weil das Lohniveau an sich gering ist.
– Es ist entscheidend, wie viele Frauen im Arbeitsmarkt eines Landes aktiv sind. Bei relativ wenigen aktiven Frauen ist auch die Basis für einen Vergleich der Durchschnittsgehälter geringer. Zudem sind eher gut qualifizierte Frauen am Arbeitsmarkt aktiv.
– Ein weiterer Faktor ist das Angebot von zusätzlichen Leistungen für Familien, wie z.B. das Betreuungsangebot für Kinder. Diese Angebote können familienbedingte Unterbrechungen im Arbeitsleben reduzieren.

Der Equal Pay Day veranschaulicht an einem Datum den Unterschied in der durchschnittlichen Bezahlung von Männern und Frauen. Die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamts belegen, dass diese Einkommensdifferenz im Jahr 2020 rund 18 Prozent des Durchschnittsbruttostundenlohns in Deutschland betrug. Geld ist auch Zeit: Umgerechnet ergeben sich aus dem Prozentsatz 66 Tage (18 % von 365 Tagen) und das Datum des nächsten Equal Pay Day am 07. März 2022.

Als „Tag für gleiche Bezahlung“ markiert der Equal Pay Day symbolisch den Tag, bis zu dem Frauen umsonst arbeiten, während Männer schon seit dem 1.1. eines Jahres für ihre Arbeit bezahlt werden.

Entstanden ist der Aktionstag in den USA. Die amerikanischen Business and Professional Women (BPW) schufen 1988 mit der „Red Purse Campaign“ ein Sinnbild für die roten Zahlen in den Geldbörsen der Frauen. Diesen Gedanken griff der BPW Germany auf und startete 2008 die „Initiative Rote Tasche“, die den Grundstein für die bundesweite Einführung des Equal Pay Day legte. Die Idee der Umrechnung der Lohnlücke in eine anschauliche Zeitspanne, die in ein Kampagnendatum mündet, mobilisierte bereits 2009 rund 60.000 Aktive. Inzwischen findet der Equal Pay Day in über 20 europäischen Ländern statt.

Der Gender Pay Gap wird auf Basis der nationalen Verdienststrukturerhebungen ermittelt. Bei dieser Datengrundlage handelt es sich um eine alle vier Jahre durchgeführte Erhebung. Die Daten für die Jahre zwischen den Erhebungen werden jeweils mit nationalen Quellen fortgeschätzt. Für Deutschland wird hierzu die Vierteljährliche Verdiensterhebung genutzt. Aktuell liegen Ergebnisse für das Jahr 2020 vor. Die fortgeschätzten Ergebnisse für die Zwischenjahre wurden revidiert.

Checklisten, Logo, Motive für Aktionen zum EPD

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