Auskunftsanspruch für Beschäftigte und Entgelttransparenzportale

Seit dem 6. Januar 2018 gilt nach dem Entgelttransparenzgesetz ein individueller Auskunftsanspruch über die Kriterien und Verfahren der Entgeltfindung und über die Höhe der Gehälter. Den Auskunftsanspruch haben Beschäftigte in Unternehmen mit mehr als 200 Mitarbeitern. Unser Leitfaden für Beschäftigte erklärt, wie es geht und worauf man achten sollte.

Sie wollen mehr Transparenz? Dann teilen Sie unseren Leitfaden mit Ihren Kolleginnen und Kollegen – ob als Poster am Schwarzen Brett, als Infolink im Intranet oder als Social Media-Post auf Ihrer Firmenseite. 
#StelldieFrage

> Leitfaden für Beschäftigte

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat Informationsmaterialien für Beschäftigte veröffentlicht und bietet auf Musterformulare zum Download an. 

> Informationen für Beschäftigte

> Musterformulare für den Auskunftsanspruch

 

Wie erfahre ich, was meine eigene Arbeit wert ist? Eine diskrete Möglichkeit sich über berufs-, branchen- oder unternehmensübliche Gehälter zu informieren, bieten zahlreiche, meist kostenfreie Internetportale. Wir haben für Sie eine Übersicht der Gehaltsportale für Deutschland zusammengestellt.

> Der Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit gibt Hilfestellung beim Berufseinstieg. Das ist das einzige Portal mit einer systematischen Erfassung von Daten auf Basis der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungen in Deutschland.

> Glassdoor  bietet eine detailliert Auskunft über die Gehälter für einzelne Positionen oder Karrierestufen und zum Ablauf der Bewerbungsverfahren.

> Kununu verpflichtet sich der Transparenz auf dem Arbeitsmarkt und bietet einen Gehaltsvergleich sowie einen Selbsttest zum Gehaltscheck für den Berufseinstieg an.

> Gehalt bietet Berufseinsteigenden eigens einen Fragebogen an: Der anonyme Vergleich mit Personen mit ähnlichen Jobprofilen soll die Einschätzung über die eigene Gehaltsvorstellung erleichtern.

> Gehaltsvergleich zeigt Durchschnittsgehälter für Jobs und Unternehmen in Deutschland.

> Beim LohnSpiegel werden die selbst eingegebenen Informationen vom Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut der Hans-Böckler-Stiftung wissenschaftlich geleitet.

> GehaltTipps beantwortet Fragen nach den Berufen mit dem höchsten Einkommen oder in welcher deutschen Stadt mit welchem Beruf am meisten verdient wird.


Aktuelles zum Thema Lohngerechtigkeit

Jutta Allmendinger: „Im Moment gibt es ein kleines Revival der Abhängigkeit vom Ehemann“ | 25.03.2019 | Edition F

Nein, der Gender-Pay-Gap ist kein Mythos | 22.03.2019 | ZEIT online

"Frauen haben kein Pflegegen" | 18.03.2019 | EMMA

Was hat sie verdient? | 18.12.2018 | Süddeutsche Zeitung online

Weitere aktuelle Meldungen finden Sie hier in der Rubrik PRESSEECHO.


Fakten zum Equal Pay Day

Der Gender Pay Gap (GPG) beschreibt die geschlechtsspezifische Lohnlücke: den prozentualen Unterschied im durchschnittlichen Bruttostundenverdienst von Männern und Frauen. Die vom Statistischen Bundesamt errechneten Bruttostundenlöhne der Frauen betrugen im Jahr 2018 17,09 Euro, während Männer auf 21,60 Euro kamen. Damit liegt die Lohnlücke in Deutschland bei 21 Prozent. Weitere Informationen zur Berechnung des Gender Pay Gaps finden Sie beim Statistischen Bundesamt

Der Equal Pay Day markiert symbolisch die geschlechtsspezifische Lohnlücke. Umgerechnet ergeben sich daraus 77 Tage, die Frauen 2020 umsonst arbeiten, und das Datum des nächsten Equal Pay Day am 17. März 2020.

Amazon Eve fordert: "Pay me like a man!"

Batgirl und Batman zu Equal Pay
Ein Video des U.S. Department of Labor - aus dem Jahr 1973!

Gender Pay Gap: Frauen verdienen durchschnittlich 21% weniger Geld als Männer. Suzie Grime sucht nach den Gründen.