Game Changer – Mach dich stark für equal pay!

Equal Pay Day 2021

„Game Changer – Mach dich stark für equal pay!“. Unter diesem Motto steht der Equal Pay Day 2021.

Game Changer, das sind mutige, kreative, moderne Macher und Macherinnen. Menschen, die aktiv, innovativ und kompetitiv sind. Game Changer sind Gewinnende im doppelten Sinne des Wortes: Sie gewinnen ihr Spiel und gewinnen andere für ihre Ideen.

Der Begriff Game Changer kommt aus dem Sport. Als Game Changer wird der Spieler oder die Spielerin bezeichnet, die das Spiel verändert, herumreißt und vielleicht sogar mit eigenen Regeln den Druck auf alle Beteiligten erhöht, sich weiterzuentwickeln.

18 Prozent beträgt die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern. Das sind genau 18 Prozent zuviel. Nach wie vor belegt Deutschland mit diesem Ergebnis einen der hinteren Spitzenpositionen im EU-Vergleich. Die Lohnlücke hat sich in den letzten Jahren kaum geändert. Eine Synopse mit weiterführenden Studien können Sie hier herunterladen.

Was sind die Gründe für diese Unbeweglichkeit? Was sagt der Gender Pay Gap aus? Über unsere Gesellschaft, Rollenvorstellungen, Unternehmenskulturen. Was können wir in Verhandlungssituationen im Beruflichen wie im Privaten ändern, um zu mehr Gerechtigkeit und Gleichstellung in Gesellschaft, Familie und Beruf zu gelangen?

Antworten auf diese und andere Fragen finden Sie im Toolkit, in unserem aktuellen Journal und in unseren vorherigen Journalen unter dem Reiter Publikationen oder in unserem Newsletter.

Mitmachen, selber machen, anders machen! Nehmen Sie an einer der vielen Aktionen in ganz Deutschland teil, unterstützen Sie uns auf Twitter, Facebook, Linkedin oder Instagram, stellen Sie Fragen, kommen Sie ins Gespräch.

Unterstützen Sie uns bei der Suche nach Game Changern und zeigen Sie, dass auch Sie Game Changer sind: Nutzen Sie unseren "Ich bin Game Changer, weil ..."-Generator und teilen Sie Ihr Foto und Statement für mehr Gleichberechtigung auf Twitter, Instagram, Facebook und Linkedin! Weitere Ideen für Aktionen finden Sie im Toolkit.

Aktionslandkarte

Was passiert am Equal Pay Day 2021?

Unsere Aktionslandkarte gibt einen Überblick und hilft so bei der Vernetzung der Aktionen zu mehr Lohngerechtigkeit in Deutschland.

***Bitte beachten Sie, dass Aktionen kurzfristig aufgrund des Coronavirus abgesagt werden können.***

Stöbern Sie in unseren Aktionstipps und starten Sie Ihre eigene Aktion oder machen Sie bei anderen mit! 

> Aktionslandkarte

> Aktion eintragen

 

 

Auskunftsanspruch für Beschäftigte und Entgelttransparenzportale

Mit seinem Grundsatzurteil vom 21.01.2021 stellte das Bundesarbeitsgericht in Erfurt klar, dass ein Verdienst einer Frau unter dem Median der Männer als Indiz für eine Entgeltbenachteiligung wegen des Geschlechts gilt. Sieht der Arbeitgeber das anders, liegt es an ihm, dafür Beweise vorzulegen. 

Laut Entgelttransparenzgesetz besteht ein Anspruch auf diese Information in Betrieben mit mindestens 200 Angestellten, wenn es mindestens sechs Arbeitnehmer in der Vergleichsgruppe des anderen Geschlechts gibt. Der Arbeitgeber muss dann den sogenannten Median der Vergleichsgruppe nennen, also das mittlere Einkommen des Mannes, der gleich viele männliche Kollegen mit höherem und niedrigerem Einkommen hat.

Unser Leitfaden für Beschäftigte erklärt, wie es geht und worauf man achten sollte.

Sie wollen mehr Transparenz? Dann teilen Sie unseren Leitfaden mit Ihren Kolleginnen und Kollegen – ob als Poster am Schwarzen Brett, als Infolink im Intranet oder als Social Media-Post auf Ihrer Firmenseite. 
#StelldieFrage

> Leitfaden für Beschäftigte

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat Informationsmaterialien für Beschäftigte veröffentlicht und bietet auf Musterformulare zum Download an. 

> Informationen für Beschäftigte

> Musterformulare für den Auskunftsanspruch

 

Wie erfahre ich, was meine eigene Arbeit wert ist? Eine diskrete Möglichkeit sich über berufs-, branchen- oder unternehmensübliche Gehälter zu informieren, bieten zahlreiche, meist kostenfreie Internetportale. Wir haben für Sie eine Übersicht der Gehaltsportale für Deutschland zusammengestellt.

> Der Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit gibt Hilfestellung beim Berufseinstieg. Das ist das einzige Portal mit einer systematischen Erfassung von Daten auf Basis der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungen in Deutschland.

> Glassdoor  bietet eine detailliert Auskunft über die Gehälter für einzelne Positionen oder Karrierestufen und zum Ablauf der Bewerbungsverfahren.

> Kununu verpflichtet sich der Transparenz auf dem Arbeitsmarkt und bietet einen Gehaltsvergleich sowie einen Selbsttest zum Gehaltscheck für den Berufseinstieg an.

> Gehalt bietet Berufseinsteigenden eigens einen Fragebogen an: Der anonyme Vergleich mit Personen mit ähnlichen Jobprofilen soll die Einschätzung über die eigene Gehaltsvorstellung erleichtern.

> Gehaltsvergleich zeigt Durchschnittsgehälter für Jobs und Unternehmen in Deutschland.

> Beim LohnSpiegel werden die selbst eingegebenen Informationen vom Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut der Hans-Böckler-Stiftung wissenschaftlich geleitet.

> GehaltTipps beantwortet Fragen nach den Berufen mit dem höchsten Einkommen oder in welcher deutschen Stadt mit welchem Beruf am meisten verdient wird.



Fakten zum Equal Pay Day

Der Gender Pay Gap (GPG) beschreibt die geschlechtsspezifische Lohnlücke: den prozentualen Unterschied im durchschnittlichen Bruttostundenverdienst von Männern und Frauen. Nach aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamts beträgt die Lohnlücke in Deutschland 18 Prozent, dies sind brutto in der Stunde 4,16 Euro weniger für Frauen. Rechnet man den Prozentwert in Tage um arbeiten Frauen vom 1. Januar bis zum 07. März 2022 - insgesamt 66 Tage - umsonst, weswegen der nächste Equal Pay Day 2022 auf dieses Datum fällt.

Weitere Informationen zur Berechnung des Gender Pay Gaps finden Sie beim Statistischen Bundesamt

Eine Synopse mit weiterführenden Informationen zum Equal Pay Day 2021 und Studien können Sie hier herunterladen.

 

 

 

Geschlechterparität erst im Jahr 2053? Das geht auch schneller!

Video der Auftaktveranstaltung am 02.11.2020 mit Staatssekretärin Juliane Seifert (BMFSFJ), Uta Zech (BPW Germany e.V.), Titus Selge und Dr. Katharina Wrohlich (DIW). Moderation: Vincent-Immanuel Herr.

In der deutschen Musikbranche verdienen Frauen teilweise bis zu 30 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. Was sich dagegen innerhalb und außerhalb der Branche getan werden kann und bereits getan wird, erfahrt ihr in diesem Beitrag.