Lisa Paus, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend,und Birte Siemonsen, Präsidentin BPW Germany, zum Equal Pay Day 2024

PRESSEMITTEILUNG

Equal Pay Day 2024

Am 6. März ist Equal Pay Day! Zum vierten Jahr in Folge beträgt der Gender Pay Gap 18 Prozent. Im Vergleich zu Männern arbeiten Frauen damit umgerechnet 66 Tage im Jahr unbezahlt. Der 6. März markiert folglich symbolisch den Tag, bis zu dem Frauen unentgeltlich arbeiten, während Männer bezahlt werden.

Zu diesem Anlass gehen Menschen bundesweit auf die Straße, um gleiche Bezahlung von gleicher und gleichwertiger Arbeit zu fordern. Sowohl Gleichstellungsbeauftragte als auch Equal Pay Aktionsbündnisse machen mit Aktionen auf den Gender Pay Gap aufmerksam. Mit dabei sind auch die Clubs des BPW Germany e.V., der den Equal Pay Day initiiert. Ob Infostände, Filmscreenings, Vorträge, Pressekonferenzen, Coachings oder sogar Busse und Trams mit EPD-Aufdruck: Die Vielzahl der deutschlandweiten Aktionen, die online sowie offline stattfinden, finden Sie auf unserer Aktionslandkarte.

Unter dem Motto „Höchste Zeit für equal pay!“ legt die diesjährige Equal Pay Day Kampagne einen besonderen Fokus auf den Zusammenhang von Zeit, Geld und dem Gender Pay Gap. Denn der Ausspruch „Zeit ist Geld“ ist mehr als nur eine leere Floskel: Noch immer arbeiten Frauen fast dreimal so häufig in Teilzeit wie Männer, da meist Frauen den Großteil der Care-Arbeit übernehmen – und Frauen in Teilzeit verdienen durchschnittlich 17 Prozent weniger pro Stunde als Frauen in Vollzeit. Die ungleiche Verteilung von Erwerbs- und Care-Arbeit führt nicht nur dazu, dass Frauen durchschnittlich ein geringeres Einkommen haben, sondern stellt auch eine der Ursachen für ihr erhöhtes Risiko von Altersarmut dar.

„Ob sie Kinder aufziehen oder Angehörige pflegen: Noch immer sind es viel zu oft die Frauen, die unbezahlte Sorgearbeit übernehmen“, sagt Bundesfamilienministerin Lisa Paus. „Frauen leisten 44 Prozent mehr unbezahlte Sorgearbeit als Männer. Aber ganz gleich, ob Männer oder Frauen diese Arbeit leisten: Sie schränkt Erwerbsarbeit und finanzielle Unabhängigkeit ein. Eine partnerschaftliche Aufteilung von Erwerbs- und Sorgearbeit ist notwendig, um den Gender Pay Gap zu verringern. Deswegen setze ich mich als Gleichstellungsministerin mit der Familienstartzeit dafür ein, dass diese Aufteilung schon in der Familiengründung im Alltag zwischen Eltern gelingt. Hinzu kommen verlässliche und qualitätsreiche Infrastruktur für Kinderbetreuung, ob in der Kita, bei Ganztagsschulen oder für die Pflege – auch die bauen wir aus. Denn es ist Zeit für equal pay!”

Die ungleiche Verteilung der Arbeitszeit hat viel damit zu tun, dass stereotype Rollenbilder und strukturelle Hürden einer partnerschaftlichen Aufteilung im Weg stehen, und entspricht nicht unbedingt den Wünschen der Geschlechter“, sagt Birte Siemonsen, Präsidentin von BPW Germany. „Studien zeigen: Teilzeitbeschäftigte würden gern länger arbeiten, Vollzeitbeschäftigte gerne kürzer –und das unabhängig vom Geschlecht. Dafür braucht es Lösungen!“

Was muss sich ändern, damit Care-Arbeit, Erwerbsarbeit und Freizeit paritätisch aufgeteilt werden können? Sind die 4-Tage-Woche oder die Reduzierung der Vollzeit gute Lösungen? Und was können Jobsharing oder Digitalisierung dazubeitragen?Die Equal Pay Day Kampagne 2024 und der Equal Pay Day am 6. März 2024 beleuchten diese Fragestellungen und zeigen gleichzeitig Lösungsansätze auf, wie eine (zeit-)gerechtere Zukunft, moderne Arbeitswelt und Gleichstellung der Geschlechter zusammen gedacht werden können.

Impulse dazu finden Sie in der Aufzeichnung unserer Kick-off Veranstaltung, in unserem Journal sowie in unserer Testimonial-Kampagne auf Instagram. Darin kommen Vertreter:innen aus Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zu Wort – wie die Autorinnen Teresa Bücker, Emilia Roig und Alexandra Zykunov, die Politiker:innen Ulle Schauws (Bündnis 90/Grüne), Leni Breymaier (SPD) und Danyal Bayaz (Bündnis 90/Grüne), die Musikerin Sookee oder die Satiriker:innen Ella Carina Werner und Christoph Sieber.

Die Equal Pay Day Kampagne wurde 2008 durch den Business and Professional Women (BPW) Germany e.V. initiiert und wird seitdem vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert. Es ist der Verdienst der langjährigen Kampagnenarbeit rund um den Aktionstag, dass heute breit und öffentlich über die Ursachen des Gender Pay Gap diskutiert wird.

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