| |
|
|
„Equal Pay“ heißt auch gleiches Entgelt für gleichwertige Arbeit. Dies verweist auf das Problem der (Unter-)Bewertung der Arbeit von Frauen: Anforderungen, wie z.B. an die Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit oder an die Verantwortung für Menschen, werden zwar häufig gestellt, aber nur selten bewertet - und dann auch nicht bezahlt. Durch eine gerechtere Arbeitsbewertung könnte ein Teil der Entgeltlücke geschlossen werden.
Dr. Karin Tondorf, freie Wissenschaftlerin und Beraterin für Entgelt- und Gleichstellungspolitik, Seddiner See
"Deutschland ist und bleibt ein Land der Ideen. Das sollte uns Mut machen. Gerade in Zeiten wirtschaftlicher Krisen kommt es auf Kreativität, Mut und Tatkraft an. Alles Eigenschaften, die Sie, liebe Abgesandte der Orte 2008 und 2009, bewiesen haben. Deswegen sind Sie heute hier, und deswegen bin auch ich heute hier. Um Ihnen meinen Respekt zu bezeugen für das, was Sie machen. So vielfältig und so unterschiedlich Ihre Aktivitäten auch sind, so haben sie doch eines gemeinsam. Sie tragen dazu bei, dass Deutschland ein leistungsstarkes, ein solidarisches, ein buntes - kurzum: ein lebenswertes Land ist." Horst Köhler, ehem. Bundespräsident, auf dem Empfang "365 Orte im Land der Ideen 2008/2009" am 31. März 2009 in Berlin
22.03.2010 Anlässlich des Equal Pay Day 2010 hat Herr Bundespräsident Horst Köhler diesen Brief an den Deutschen Frauenrat, Mitgliedsverband im nationalen Aktionsbündnis zum Equal Pay Day, geschrieben.
"Frauen gehört bekanntermaßen die Hälfte des Himmels. Nicht zu verstehen ist, warum dies nicht auch für die Erde gilt. Übrigens ist nirgendwo in der OECD der Einkommensunterschied so krass wie in Deutschland. Hier zeigt sich eine Ungerechtigkeit, die nicht hinnehmbar ist. Dies gilt vor allem, wenn man sich klar macht, dass die weibliche Lebensweise und Arbeitskompetenz mit Blick auf die gelingende Zukunft einer freiheitlichen und demokratischen Gesellschaft ein entscheidendes Pfund ist, mit dem wir gemeinsam wuchern müssen." Prof. Dr. Gesine Schwan, Koordinatorin der Bundesregierung für die grenznahe und zivilgesellschaftliche Zusammenarbeit mit Polen, Mitglied des Kuratoriums der deutsch-polnischen Wissenschaftsstiftung und gemeinsam mit Frau Prof. Dr. Irena Lipowicz Vorsitzende des Deutsch-Polnischen Forums

"Die Zeit ist reif zum Handeln! Frauen verdienen 100%! Die Fakten sind unstrittig: 70% der Beschäftigten im Niedriglohnsektor sind Frauen, Frauen erhalten für gleichwertige Arbeit in Deutschland 23% weniger Lohn als Männer, Teilzeitarbeit ist weiblich, Frauen in Führungspositionen und Aufsichtsräten sind Mangelware. Wir haben kein Erkenntnis-, sondern ein Umsetzungsdefizit! Wir brauchen neben diskriminierungsfreien Tarifverträgen vor allem gute Instrumente zur Überprüfung der Lohnunterschiede und flankierend dazu ein Entgeltgleichheitsgesetz, um Lohndiskriminierung effektiv ahnden zu können. Wir brauchen existenzsichernde Löhne und einen flächendeckenden, gesetzlichen Mindestlohn, der vor allem Frauen zugute kommt. Die am besten ausgebildete Frauengeneration verdient optimale Rahmenbedingungen, unter denen Familie und Karriere kein Widerspruch sind! Dafür brauchen wir ganztägige Betreuungsangebote und mehr familienfreundliche Arbeitsplätze, flexible Arbeitszeit- und Ausbildungsmodelle für Frauen und Männer. Damit Frauen nicht nur gleich viel verdienen wie Männer, sondern ihre Fähigkeiten weit mehr als bisher auch in Führungspositionen einbringen können, brauchen wir außerdem ein Gleichstellungsgesetz für die Privatwirtschaft und eine Quotenregelung von 40% Frauenanteil in Aufsichtsräten. Gerechte und gute Löhne sowie eine stärkere Einbindung von Frauen in den Führungsetagen der Wirtschaft bringen unsere Gesellschaft insgesamt nach vorn! Die Telekom hat mit ihrem Vorstoß zur Einführung einer Frauenquote erst jüngst gezeigt, wie moderne Gleichstellungspolitik aussehen kann. Hieran sollte sich die Bundesregierung ein Beispiel nehmen!" Elke Ferner, MdB, Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF), stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion
"Warme Worte für gleichen Lohn haben wir Frauen genug gehört. Jetzt ist es Zeit zu Handeln! Ich erwarte von Frau von der Leyen einen rechtlich verbindlichen Diskriminierungscheck von Tarifverträgen auf den Weg zu bringen. Die Vorarbeiten dafür wurden noch von SPD-Arbeitsminister Olaf Scholz gemacht." Andrea Nahles, MdB, Generalsekretärin der SPD
 - Foto: © Romeo Deischl
„Die Lohndiskriminierung bei vergleichbaren Arbeits- und Karriereverhältnissen muss endlich eingedämmt werden. Wenn in einem Betrieb ein Mann und eine Frau nebeneinander die gleiche Arbeit erledigen, müssen sie das gleiche verdienen. Frauen müssen, wenn sich durch einen von Dritten vorgenommenen Vergleich von Männer- und Frauenlöhnen herausstellt, dass Frauen schlechter gestellt sind, das Recht erhalten, die Löhne ihrer Kollegen zu erfahren und auf gleiche Löhne zu klagen. Und wer es Ernst meint mit gleichen Löhnen für Frauen, der muss sich für einen allgemeinen Mindestlohn stark machen. Viele Frauen arbeiten im Niedriglohnsektor, ihnen können Mindestlöhne helfen. Großbritannien hat es vorgemacht: Dort hat der Mindestlohn zu einer deutlichen Verringerung der Lohnlücke geführt.“ Olaf Scholz, MdB, stellvertretender Bundesvorsitzender der SPD
„Frauen sind heute so gut ausgebildet wie noch nie in der Geschichte. Und doch gilt für sie immer noch nicht der Grundsatz „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“. Damit muss endlich Schluss sein! Lippenbekenntnisse und freiwillige Vereinbarungen haben zu nichts geführt. Wir brauchen endlich Gesetze, auf die sich Frauen berufen können, wenn sie von Lohndiskriminierung betroffen sind. Statt warmer Worte erwarten Frauen zu Recht konkretes Handeln von der Bundesregierung. Dazu gehört auch die Einführung eines flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohns, damit Frauen und Männer, die hart arbeiten, von ihrer Arbeit auch leben können.“ Manuela Schwesig, stellvertretende SPD-Parteivorsitzende und Ministerin für Soziales und Gesundheit des Landes Mecklenburg-Vorpommern
"Wenn es nach vielen Jahren den Frauen noch immer nicht gelungen ist, gleichen Lohn für gleiche Arbeit zu erkämpfen (auch das wäre einmal eine Gewerkschaftskampagne wert), dann vielleicht Männern und Frauen. Grund genug gibt es auch für die Männer genug. Beziehungen werden nicht zuletzt deshalb unglücklich, weil Männer, wenn sie Väter werden, mehr arbeiten als vorher. Sie tun das auch mit Wissen und Billigung ihrer Frauen, obwohl beide doch eigentlich anders leben wollen, Beruf und Familie vereinbaren. Aber wenn der Mann 25% mehr verdient und wenn die Sorgen vor finanziellem Abstieg so groß sind, dann zählen Paare einfach eins und eins zusammen. Folgerung: Wenn es schon nicht dem Gerechtigkeitsempfinden einleuchtet, dass Frauen und Männer das gleiche verdienen sollten, dann vielleicht wenigstens dem Glückempfinden." Dr. Robert Habeck, Fraktionsvorsitzender Bündnis 90 / Die Grünen im Landtag Schleswig-Holstein und Autor, u.a. Publikation des Buches „Verwirrte Väter“
"20 Prozent Lohnunterschied bei vergleichbaren Positionen zwischen Männern und Frauen in Deutschland noch 2008 - das ist beschämend! Hier besteht dringend Handlungsbedarf." Martina Rost, Vorstandsbeauftragte für Chancengleichheit, Fraport AG
"Gesellschaften und Arbeitgeber sollten ab sofort geschlechtsblind Löhne und Gehälter festlegen sowie alle geschlechtsdiskriminierenden Vereinbarungen ersatzlos streichen. Es muß ausnahmslos gelten: ,Equal pay for equal performance.' " Heiner Thorborg, Personalberater und Co-Autor von "Oben Ohne- Warum es keine Frauen in unseren Chefetagen gibt"
"Die Forderung "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit" ist 100 Jahre alt, bis heute nicht eingelöst und aktueller denn je. Die Einkommen dürfen nicht länger tabuisiert werden, wir müssen darüber reden, die Politik, Gewerkschaften und die Wirtschaft in die Pflicht nehmen!" Jutta Ebeling, Bürgermeisterin der Stadt Frankfurt am Main, Dezernentin für Bildung und Frauen
"Gleiches Geld für gleiche Arbeit bleibt ein Lippenbekenntnis, wenn dahinter nicht ein konsequent umgesetztes Bewertungs- und Bezahlungssystem steht. Die Zielerreichung in der jeweiligen Rolle ist hier das wichtigste Kriterium. Wir haben uns bei Microsoft Deutschland kürzlich einem Audit durch den TÜV Süd unterzogen, in dem unsere Prozesse im Personalbereich auf Diskriminierungsfreiheit überprüft wurden, Wir haben diesen erfolgreich bestanden. Sprich: Es gibt keine Unterschiede in der Entlohnung von Männern und Frauen in vergleichbaren Positionen bei Microsoft. Was heute vielleicht als Best-Practices gilt, muss allgemein Standard werden." Brigitte Hirl-Höfer, Direktorin Human Resources, Mitglied der Geschäftsleitung Microsoft Deutschland GmbH
"Ebenso wie Firmen, die gerechter vergüten, brauchen wir Frauen, die beherzter verhandeln! Der Equal Pay Day kann beides anstoßen - er war überfällig!" Martin Wehrle, Gehaltscoach und Autor von "Geheime Tricks für mehr Gehalt"
"Aus Empörung darüber, dass wir in einem der führenden Industrieländer in punkto Gehaltskluft im europäischen Vergleich das Schlusslicht darstellen, hatte ich die Idee, diese Initiative nach Deutschland zu bringen. Nach dem Motto, Veränderung beginnt bei jedem einzelnen von uns. Nun freue ich mich auf den Tag, an dem Frauen fordern und bekommen, was sie wert sind - ohne Frauenrabatt!" Isinay Kemmler, Marketingberaterin und Trainerin, Initiatorin der Initiative „Rote Tasche“ in Deutschland
"Seit den 1970er Jahren ist das Thema Entgeltdiskriminerung von Frauen einer meiner Arbeitschwerpunkte. In dieser Zeit hat sich die Einkommensdifferenz in Deutschland nur von 30% auf 22% verringert; im aktuellen Ranking der EU-Staaten belegen wir den viertletzten Platz. Das gilt es bewusst zu machen und zu verändern, und deshalb freue ich mich über und auf den Equal Pay Day." Prof. Dr. Gertraude Krell, Universitätsprofessorin für Betriebswirtschaftlehre a.D., Expertin für Gender & Diversity
"Das Schlimmste an der Gehaltsdiskriminierung von Frauen in der Wirtschaft ist, dass die wenigsten Unternehmen diese konkret betreiben. Den meisten Unternehmen fällt sie gar nicht auf, weil sie Frauen sowieso nicht im Blick haben, oder es ist ihnen glatt egal. Das macht mich wirklich wütend. Was das für Frauen heißt: Trommeln schlagen, mehr verlangen, die eigene Leistung schon bei der Einstellung wertvoller verkaufen." Sabine Asgodom, Erfolgs-Coach, München
"Equal Pay für Frauen und Männer ist aus unserer Sicht nicht nur ein frauenpolitisches Ziel, sondern fördert zugleich das partnerschaftliche Verhältnis von Frauen und Männern in der Familie- und fördert so engagierte Vaterschaft." Dipl. pol. Eberhard Schäfer, Vorstand des Väter-Experten-Netz Deutschland e.V., Berlin
"Gleiche Vergütung für gleiche Leistung, gleiche Chancen für beide Geschlechter, das ist aus meiner Sicht unbedingt notwendig. Ich möchte Frauen ermutigen, ihre Chancen in Zukunft stärker wahrzunehmen. Deutschland ist ein Technologiestandort. Wir benötigen Ingenieure und Ingenieurinnen. Technische Berufe haben eine große Zukunftschance. Diese sollten von Frauen vermehrt erlernt werden." Prof. Dr. Gunther Olesch, Geschäftsführer Phoenix Contact GmbH & Co. KG, Bester Arbeitgeber des Jahres 2008
"Am 15.04. tragen hoffentlich alle Frauen "Rot". Diese Farbe reizt nicht nur den Stier, auch die Männer in den Chefetagen sollten dieses Signalrot nicht mehr vergessen und natürlich die damit verbundene Botschaft: Chancengleichheit! Also Freundinnen, packt Eure roten Taschen" Barbara Dickmann, TV-Journalistin, moderierte 1979 die Tagesthemen als erste Frau in Deutschland
"In Europa tragen Männer im Durchschitt 7 Stunden pro Woche zum Haushalt bei, egal ob sie Teilzeit oder Vollzeit arbeiten. Für Frauen gilt: in Teilzeit 35 Stunden und bei einem Vollzeitjob immer noch 23 Stunden. Kein Wunder, dass der Lohnunterschied so hoch ist, wenn eine Hälfte der Bevölkerung viel mehr unbezahlt arbeitet, als die andere! Ausserdem sind 60% der UniversitätsabgängerInnen Frauen und trotzdem koennen nur wenige die Glasdecke in die Spitzenfunktionen durchbrechen. Die Veränderung beginnt in unseren Köpfen, Männer! Ich begrüsse die Equal Pay Day Initiative!" Vladimír Spidla, EU-Kommissar für Beschäftigung, soziale Angelegenheiten und Chancengleichheit
"Eine der wichtigsten Voraussetzungen für Gerechtigkeit ist Transparenz und Offenheit: Als von A bis Z nachhaltig orientiertes Unternehmen wie memo ist beides eine Selbstverständlichkeit! Unsere rund 100 Mitarbeiter - davon übrigens 60 % Frauen - haben z.B. freien Zugang zu allen Unternehmenszahlen, aber auch alle Gehälter sind bei memo völlig transparent. Damit verhindern wir von vorneherein, dass Männer und Frauen für gleich qualifizierte Tätigkeiten unterschiedlich bezahlt werden!" Jürgen Schmidt, Firmengründer und Vorstandssprecher der memo AG
"Wie notwendig es ist, in aller Öffentlichkeit die ungerechtfertigten Einkommensunterschiede zu diskutieren, zeigt der aktuelle Gleichstellungsbericht der EU-Kommission. Der "Equal Pay Day" ist daher ein guter Anlass, auf die Lohndifferenz von 22% zwischen Frauen und Männern in Deutschland aufmerksam zu machen. Diese Herausforderung müssen wir annehmen, denn es wird sich nicht zuletzt auch für die deutsche Wirtschaft rechnen, wenn Frauen genauso bezahlt werden wie Männer." Silke Lautenschläger, Hessische Ministerin für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
"Frauen sind mehr wert! Dies gilt in Zeiten des Fachkräftemangels mehr denn je. Denn Unternehmen, die auf Chancengleichheit und Familienfreundlichkeit setzen, haben im Wettbewerb um die besten Köpfe einen entscheidenden Vorteil. Sie werden belohnt durch motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich mit ihrem Unternehmen identifizieren und beste Leistungen bringen. Dazu gehört natürlich auch, Frauen und Männern den gleichen Lohn zu zahlen." Armin Laschet, Minister für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen
"Die zukünftige demographische Entwicklung wird auch helfen, die Lohnunterschiede bei vergleichbaren Positionen zwischen Frauen und Männer deutlich zu reduzieren. In 10 Jahren fehlen der deutschen Wirtschaft ca. 7 Mio. Arbeitskräfte. Die Unternehmen müssen dann endlich, ob Sie wollen oder nicht, verstärkt auf weibliches Potential zurückgreifen. Ich persönlich wünsche mir dann, nicht nur gleiches Einkommen für Frauen und Männer, sondern auch viel mehr Frauen in Führungspositionen. Wir Unternehmen werden umdenken müssen, aber auch die Frauen müssen in Gehalts- und Karrierefragen selbstbewusster auftreten als bisher." Thomas Huber, Personalleiter der Firma Gerhard Rösch GmbH Tübingen
Unterschiedliche Löhne für Frauen und Männer bei gleicher Arbeit ist eine verdeckte Form der Diskriminierung, die von den Betroffenen selbst oft nicht wahr genommen oder aber nicht beanstandet wird. Die quantitative und qualitative Verbesserung der Beschäftigung der Frauen kann nur erreicht werden, wenn die geschlechtsspezifische sektorale und berufliche Aufteilung abgebaut wird und auch die Anzahl von Frauen in Führungspositionen deutlich steigt. Der "Equal Pay Day" ist deshalb dringend notwendig. Frauen brauchen eine starke Lobby, um den weit verbreiteten Stereotypen in der Bildung, in der Arbeitswelt und in den Medien wirksam entgegen zu wirken. Dr. Monika Stolz MdL, Ministerin für Arbeit und Soziales Baden-Württemberg, Beauftragte der Landesregierung für Chancengleichheit von Frauen und Männern, Vorsitzende der Gleichstellungs- und Frauenministerkonferenz der Länder
"Es ist ein Skandal, dass im 21. Jahrhundert Frauen im Durchschnitt strukturell noch immer weniger verdienen als Männer. "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit" - dieses Grundprinzip muss endlich verwirklicht werden! Es ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und alle Akteurinnen und vor allem auch Akteure sind aufgerufen daran zu arbeiten, diese Ungerechtigkeit zu beseitigen: Allen voran die Wirtschaft, die Gewerkschaften und die Politik." Sarah Sorge, Vizepräsidentin des Hessischen Landtags
"Equal Pay oder besser. eine leistungsgerechte Bezahlung wird der Diskussion in der Partnerschaft, ob die Frau oder der Mann die besseren Karrierechancen hat, eine ganz neue Wendung geben. Dies ist ein wichtiger Schritt damit Frauen Familie und Karriere miteinander verbinden können und erleichtert Ihnen so den Weg in Führungspositionen." Prof. Dr. Richard Meyermann, Direktor des Instituts für Hirnforschung der Universität Tübingen zur Zeit auch Prorektor für Medizin und Struktur.
"Insbesondere wenn Frauen nach der Familienpause in Teilzeit arbeiten wollen, machen Sie Kompromisse beim Gehalt. Es ist natürlich klar, dass man bei einer 60%-Stelle auch nur 60% des Gehalts bekommt - allerdings höre ich von den Frauen, dass sie in ein deutlich niedrigeres Gehalt für eine passende, flexible Teilzeitstelle einwilligen, als dem Niveau der Stelle entsprechen würde (nicht einmal im Vergleich zu dem, was sie eventuell vorher verdient haben, da ist die Lücke manchmal noch größer). Es kann nicht sein, dass sich Mütter eine mit der Familie vereinbare Stelle auf diese Art und Weise 'erkaufen' müssen, schließlich sollte der Wert ihrer Leistung für das Unternehmen im Vordergrund stehen!" Cornelia Sengpiel, geschäftsführende Gesellschafterin Profiplaza GmbH & Co.KG, Personalvermittlung für hochqualifizierte Mütter in Teilzeit- und Projektarbeit
"Wir können nicht warten bis eine gute Fee den Frauen das gleiche Geld für gleiche Arbeit beschert wie Männern! Dafür müssen wir selber sorgen, jetzt sofort, das ist längst überfällig! Also alle, auch Männer: Raus mit der roten Tasche und dann sofort in der Lohnbuchhaltung für Gerechtigkeit sorgen!" Reinhard Mey, Liedermacher
"Gleicher Lohn für gleiche Arbeit ist eine der ältesten frauenpolitischen Forderungen, die nach wie vor nicht eingelöst ist. Und dies, obwohl Frauen bei den Bildungsabschlüssen längst die Nase vorn haben. Um in Sachen Entgeltgleichheit voran zu kommen, muss vor allem in der Wirtschaft, in den Unternehmen, aber auch in der Öffentlichkeit das Bewusstsein für den Handlungsbedarf wachsen. Ich freue mich daher über den Equal Pay Day, der darauf aufmerksam macht, dass Frauen für ihre Arbeit immer noch nicht den Lohn erhalten, den sie eigentlich verdienen." Christa Stewens, Bayerische Staatsministerin a.D. für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen.

"Die Zeit des Klagens muss endlich vorbei sein. Wir müssen vor dem Hintergrund der jeweiligen betrieblichen Situation die Ursachen unterschiedlicher Bezahlung ermitteln, differenziert bewerten und dann entsprechende Maßnahmen einleiten. Wir – die Frauen der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie – haben uns genau das auf dem 3. Frauentag im Oktober 2008 vorgenommen. Wir wollen Entgeltanalysen in mindestens 26 Betrieben unseres Organisationsbereichs durchführen und mehr Genderkompetenz in den verschiedenen Tarifkommissionen. Dafür werden wir verschiedene Maßnahmen entwickeln. Wir nutzen verstärkt den Girls’Day, um mehr junge Frauen für naturwissenschaftlich/technische Berufe zu interessieren und Equal Pay Day. Für dieses Jahr haben wir – gemeinsam mit verschiedenen Verbänden und Institutionen – die Charta der Gleichberechtigung am Arbeitsmarkt der Zukunft unterzeichnet. Wir handeln, wo andere nur reden. Konkrete Benachteilungen sind bei uns kein Thema für Sonntagsreden, sondern konkreter Handlungsauftrag. Deshalb setzen wir unsere erfolgreiche Kampagne „Familienbewusste Personalpolitik – Eltern sind Leistungsträger“ fort. Denn wir wissen, dass eine gute Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben eine wesentliche Voraussetzung für Equal Pay ist."
Edeltraud Glänzer, Mitglied des geschäftsführenden Hauptvorstands der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie
|
|
|
Hier finden Sie weitere Statements ...mehr
|